Wenn ich mich mittels eines Ohrclips verkabele, misst der Computer des Crosstrainers meinen Puls. In der Trainingsanleitung steht zu lesen Schließen Sie Erschütterungen und Wackeln des Ohrsensors inclusive Kabel vollkommen aus. Ist das nicht knuffig? Wir reden hier wohlgemerkt von einem Crosstrainer, nicht von einer Ruheliege.
Nach dem Training kann ich per Knopfdruck die Fitnessnote ermitteln. Der Computer vergleicht dazu den Belastungspuls, also den Wert beim Betätigen des Knopfes, mit dem Erholungspuls. Zur Erholung gewährt er meinem Puls eine Minute. Die beide Werte setzt er in eine Formel ein, deren Ergebnis die Fitnessnote ist.
Ich nutze diese Funktion nur, weil ich dazu eine Minute lang neben dem Gerät stehen muss. Eine hervorragende Gelegenheit, die erste der lästigen Dehnungsübungen zu machen, bei der ich mich gern an den Griffstangen abstütze (Vorsicht beim Nachahmen, diese Stangen sind beweglich). Außerdem ist die Note immer mal wieder für einen Lacher gut. Manchmal drücke ich den Knopf nicht sofort nach dem Training oder beende das Training sehr langsam, um einen bestimmten Wert bei Zeit, Entfernung oder Kilojoule genau zu treffen. Dann bekommt der Computer den echten Belastungspuls natürlich nicht mit und bescheinigt mir nach einer flott durchkurbelten Stunde, die nicht einmal meinen Atem beschleunigt hat, allen Ernstes die Fitnessnote 5.8.
Auch die Pulsanzeige selbst birgt Überraschungen, der Wert steigt oder fällt bisweilen sprunghaft um zwanzig oder mehr Einheiten. Die Handpulssensoren sind noch ungenauer. Das kann ein Zeichen für schwächelnde Batterien sein, es kommt aber auch bei frischen vor. Zuverlässiger wäre eine Messung mit Brustgurt, der allerdings nicht im Lieferumfang enthalten ist. Ich fand, für eine ungefähre Kontrolle reiche der Ohrclip aus, außerdem ist Lachen gesund. Merke: Diese Computer nicht so ernst nehmen, sie zeigen gern spaßige Werte.
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